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Von der Redaktion Eigenheim Rechner | Lesezeit: 8 Minuten

Wie gross sollte Ihre Solaranlage sein -- 6, 10 oder gar 15 kWp? Eine zu kleine Anlage verschenkt günstigen Solarstrom, eine überdimensionierte erhöht die Anfangsinvestition unnötig. In diesem Beitrag zeigen wir, wie Sie die Anlagengrösse systematisch an Ihr Verbrauchsprofil anpassen.

Stromverbrauch als Ausgangspunkt der Planung

Der erste Schritt ist die Analyse Ihrer letzten drei Stromrechnungen. Ein Schweizer Vier-Personen-Haushalt verbraucht im Mittel 4'500 kWh pro Jahr. Doch der Wert schwankt stark: Wer mit einem Elektroherd kocht, eine Sauna betreibt oder ein Heimaquarium pflegt, landet schnell bei 6'000 kWh. Notieren Sie neben dem Jahresverbrauch auch, wann Sie den Strom benötigen. Ist tagsüber jemand zu Hause, können Sie mehr Solarstrom direkt nutzen -- das steigert die Rentabilität erheblich.

Zukünftige Verbraucher einplanen

Planen Sie in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine Wärmepumpe, ein Elektroauto oder eine Ladestation? Dann sollten Sie grosszügiger dimensionieren. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für ein durchschnittliches Einfamilienhaus zieht jährlich rund 3'000 bis 5'000 kWh aus dem Netz. Ein Elektroauto bei 15'000 km Fahrleistung benötigt etwa 2'500 kWh. Diese Werte addieren sich schnell: Aus 4'500 kWh Grundbedarf werden so 10'000 bis 12'000 kWh. Die Grenzkosten für jedes weitere Modul sind gering -- ein zusätzliches 420-Watt-Modul kostet in der Offerte typischerweise CHF 350 bis CHF 500 inklusive Montage.

Die Faustregel: kWp pro 1'000 kWh Jahresverbrauch

Im Schweizer Mittelland erzeugt ein Kilowatt peak (kWp) zwischen 950 und 1'100 kWh pro Jahr. Für einen Haushalt mit 4'500 kWh Verbrauch reichen also rund 5 kWp, wenn kein Speicher oder E-Auto vorgesehen ist. Bei einem Gesamtbedarf von 10'000 kWh empfehlen Fachleute mindestens 10 kWp. Die Planung berücksichtigt zudem die verfügbare Dachfläche: Pro kWp benötigen moderne Module etwa 4,5 bis 5 Quadratmeter. Ein typisches Satteldach mit 50 m² nutzbarer Fläche bietet Platz für 10 bis 11 kWp.

Einfluss von Dachausrichtung und Neigung

Die Ausrichtung beeinflusst nicht die Anlagengrösse direkt, aber den spezifischen Ertrag. Ein Süddach mit 30 Grad Neigung liefert 100 % des regionalen Referenzertrags. Ein Ostdach bringt noch etwa 85 %, ein Westdach 90 %. Bei Ost-West-Belegung beider Dachseiten ergibt sich ein Gesamtertrag von rund 88 % -- dafür eine flachere Ertragskurve, die dem typischen Haushaltslastprofil besser entspricht. In unserer Dachanalyse erfahren Sie, welche weiteren Faktoren den Ertrag Ihres spezifischen Standorts beeinflussen.

Wirtschaftlicher Sweet Spot: Die Eigenverbrauchsquote

Ohne Batteriespeicher liegt der Eigenverbrauch bei einer optimal dimensionierten Anlage bei 25 bis 35 %. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart den vollen Netzbezugstarif von 28 bis einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU). Eingespeister Überschuss wird dagegen nur mit 8 bis einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU) vergütet. Deshalb empfiehlt sich eine Anlage, deren Jahresproduktion den Jahresverbrauch nicht wesentlich übersteigt -- es sei denn, Sie investieren gleichzeitig in einen Batteriespeicher oder ein E-Auto.

Mit einem Speicher von 8 bis 12 kWh (Kosten CHF 8'000 bis CHF 14'000) lässt sich die Eigenverbrauchsquote auf 60 bis 75 % heben. Dann kann auch eine grössere Anlage wirtschaftlich sinnvoll sein, weil mehr Strom zu hohen Netzpreisen verdrängt wird statt zu tiefen Einspeisetarifen abgegeben zu werden.

Rechenbeispiel: Familie Meier in Aarau

Zusammenfassung: So finden Sie Ihre ideale Grösse

Ermitteln Sie Ihren aktuellen und zukünftigen Stromverbrauch, prüfen Sie die verfügbare Dachfläche und entscheiden Sie, ob ein Speicher Teil des Konzepts sein soll. Nutzen Sie unseren PV-Rechner, um in wenigen Minuten eine individuelle Empfehlung zu erhalten. Die Faustregel lautet: Lieber ein bis zwei kWp mehr einplanen, als später teuer nachrüsten.

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